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Direkt aus dem Paradies: Tomaten
Sie heißen Paradiesäpfel oder Paradeiser, Goldäpfel oder gar Liebesäpfel - die Namen verraten, wie köstlich sie ihren ersten Bewunderern in Europa schmeckten. Dabei sind Tomaten in unseren Breitengraden gar nicht so einfach zu ziehen. Sie stammen schließlich aus tropischen Gebieten, in denen sie viel Sonne bekommen. Duft und Aroma einer sonnengereiften Freilandtomate machen schnell deutlich, warum es lohnt, ihnen auch bei uns gute Wachstumsbedingungen zu verschaffen. Wer alte Sorten anbaut und vermehrt, wird zudem mit einer geradezu unglaublichen Vielfalt belohnt - weltweit sind insgesamt etwa 10.000 Tomatensorten bekannt! Doch die klassische rote, runde Tomate beherrscht heute das Angebot im Lebensmittelhandel - hin und wieder begleitet von Rispen- oder Cherrytomaten. Wer sich damit nicht zufrieden geben will und zu Hause mit den alten Sorten experimentiert, tut damit auch etwas für den Erhalt eines Kulturguts - des genetischen Erbes einer alten Nutzpflanze. Kommt noch die große Farben- und Formenvielfalt der historischen Sorten hinzu, lässt sich eine ohnehin schon beliebte Frucht noch einmal völlig neu entdecken. Zugleich stellen alte Sorten und Wildformen ein genetisches Reservoir dar, das sich für künftige Züchtungen als nützlich erweisen könnte. Tipp: Wer alten Tomatensorten selbst anbauen will erhält die Samen verschiedenster Sorten - von johannisbeergroß bis pfundschwer, von grün bis violett, von glatt bis pfirsichartig behaart - über den Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. (VERN)
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